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Urlaub in Bayern - Unterkünfte und mehr...

Von A wie „Allgäuer Kässpätzle“ oder „Almabtrieb“ - über O wie „Oktoberfest“ oder „O’zopft is“ bis Z wie „Zwiebelbloatz“ oder „Zünftige Blasmusik“: Zu Bayern kommen einem sofort zahlreiche Assoziationen kulinarischer und traditioneller Art in den Sinn. Woran das nur liegt?
Nun, ein Ferienaufenthalt in Bayern zeigt anhand seiner so landestypischen Eigenheiten, dass man die Grenzen Deutschlands nicht einmal überschreiten muss, um sich als touristischer Nichtbayer wie in einem ganz eigenen Urlaubsland zu fühlen. Und auf dieses liebenswerte Eigenbrödlertum sind die Bewohner Bayerns durchaus auch nicht wenig stolz. Neben der landschaftlichen Vielgestaltigkeit dieses flächengrößten deutschen Bundeslandes hat Bayern ein breites Repertoire an traditionellen Festen, Bräuchen, feinschmeckerischen Spezialitäten und auch sprachlichen Besonderheiten zu bieten.
Im Norden liegen die drei fränkischen Regierungsbezirke (welche insgeheim selbst wieder „in Abgrenzung zum Rest Bayerns“ Eigenständigkeit für sich beanspruchen). Beginnen wir unsere Reise zunächst entlang einer der beliebtesten Ferienrouten Deutschlands, der Romantischen Straße. Sie führt in Nord-Süd-Richtung von Würzburg ausgehend durch Tauberbischhofsheim, den Kurort Bad Mergentheim, Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl, Nördlingen, Donauwörth, Augsburg, Landsberg am Lech, Schwangau mit dem weltberühmten Märchenschloss Neuschwanstein und endet schließlich im malerischen Füssen am Forggensee.
Gleich zu Beginn unserer Tour durch Bayern entlang der Romantischen Straße mit einigen ausschweifenden Abstechern befinden wir uns in einer weltoffenen, mediterran anheimelnden Stadt, die sich trotzdem ihr urig-fränkisches Flair bewahren konnte und mit zahlreichen Highlights wie der Residenz, dem Würzburger Dom und einer schnuckeligen Innenstadt aufwarten kann. Die Mainfränkische Gegend rund um Würzburg wird auch aufgrund ihrer jahrhundertealten Weinkultur als „Weinfranken“ bezeichnet. Die Landschaft ist geprägt vom Verlauf des Mains, der sich durch die sanften Wein-Hügellandschaften des sonnenverwöhnten Unterfrankens schlängelt. Bei einem Gläschen regionaltypischen Silvaner-Weißwein auf der Alten Mainbrücke kann man sich nach einer Weinbergwanderung am imposanten Anblick der Festung Marienberg erfreuen, deren Errichtung bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht. Von Würzburg ausgehend und der Romantischen Straße in Richtung Süden folgend gelangt man durch malerische Kleinstädte, in denen sich Burgen über hügeligen Flusslandschaften erheben, mitten hinein ins liebliche Taubertal. Dort sollte man sich einen Besuch der Stadt Rothenburg ob der Tauber auf keinen Fall entgehen lassen. Wie in die Zeit des Mittelalters fühlt sich der Besucher zurückversetzt, wenn er durch die engen Gassen mit ihren schmalen Fachwerkhäusern und Türmchen wandelt. Weiterreisend auf der Romantischen Route durch Mittelfranken erreicht man schließlich die Große Kreisstadt Dinkelsbühl, geprägt von einem spätmittelalterlichen Stadtbild. Vom hohen Turm des Münster St. Georg aus hat man einen herrlichen Panormablick über die rotgeziegelten Dächer des liebenswürdigen Dinkelsbühls mit seinem gemütlich-beschaulichen Leben und der lebendigen Kultur, was die mittelalterliche Stadt zu einem echten Geheimtipp macht. Bei gutem Wetter reicht der Blick weit über die rundum erhaltene mittelalterliche Stadtmauer in die grünende und blühende fränkische Landschaft.
Zu den interessantesten Hingucker-Städten – einmal von der Romantischen Straße gen Osten abweichend - gehören in Mittelfranken Ansbach, Erlangen, Fürth und Nürnberg, die Stadt der Lebkuchen. Typisch fränkische Altstädte mit ihren kopfsteingepflasterten verwinkelten Gassen, urigen Weinlokalen, einladenden Straßencafés und gemütlichen Kneipen laden den Besucher zum entspannten Verweilen ein. Und in der Adventszeit kann man auf dem weltberühmten Nürnberger Christkindl-Markt schon mal gut vorglühen und sich auf Weihnachten einstimmen lassen. Genießen kann man seine Urlaubstage in Nürnberg zu jeder Urlaubszeit mit einem breiten kulturellen Angebot wie dem Staatstheater, dem Nationalmuseum, dem Nürnberger Opernball und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten wie dem romantischen Weinstadel oder dem Albrecht Dürer Haus. Zur kulinarischen Stärkung werden in Biergärten und Gastlokalen zum Spalter Bier Schäufele mit Klößen, Karpfen blau oder die deftigen Nürnberger Rostbratwürste angeboten. All diese Eindrücke machen die Frankenmetropole Nürnberg zu einer sehenswerten Station während eines Urlaubsaufenthaltes in Bayern. In Mittelfranken gelangt man – wieder dem Verlauf der Romantischen Straße folgend – zu den zahlreichen Naherholungsgebieten des idyllischen Fränkischen Seenlandes. Der Kleine und der Große Brombachsee, der Altmühlsee, der Rothsee und die vielen mittelfränkischen Flüsse garantieren vielfältige Angebote für Wassersportfreunde und Wasserratten.
In Oberfranken liegt ein Mekka für Kletterfreunde, die Fränkische Schweiz. Gerade für Aktivurlauber bietet sich daher ein Aufenthalt im Bezirk Oberfranken nördlich von Nürnberg an. Des Weiteren hält dieser Regierungsbezirk einige reizvolle Städte wie Bamberg bereit, welches mit seinem gut erhaltenen historischen Altstadtkern in der Liste des UNESCO Weltkulturerbes eingetragen ist. Gondelt man in einem Boot durch das ehemalige Fischereiviertel der Stadt über die Regnitz, so fühlt man sich schnell an die berühmte italienische Lagunenstadt erinnert, was dem Viertel auch den Namen „Klein-Venedig“ beschert hat. Die ebenfalls in Oberfranken gelegene Stadt Bayreuth hat sich vor allem bei Freunden Klassischer Musik aus aller Welt durch die traditionellen Bayreuther Festspiele einen Namen gemacht, die jährlich im Sommer zwischen dem 25. Juli und dem 28. August im Richard-Wagner-Festspielhaus ausgetragen werden.
Im Osten Bayerns liegt der Regierungsbezirk Oberpfalz, der zu Recht als Land der Burgen und Schlösser innerhalb des Freistaates bezeichnet werden kann. Zu den über 600 altertümlichen Anlagen kommen landschaftlich reizvolle Erholungsgebiete wie der Bayerische Wald oder die Naturparks Oberpfälzer Wald, Altmühl und Steinwald. Wanderfreunden und Radsportbegeisterten wird auf den Routen durch die Oberpfalz eine attraktive Kulisse - eingerahmt in Seenlandschaften und Mittelgebirgszügen - dargeboten, was für einen Aktiv-Urlaub in grünender Natur ideal geeignet ist. Und wer lieber einen Stadtbummel machen möchte, kann einen Ausflug an die Donaumetropole und Hauptstadt der Oberpfalz, Regensburg, unternehmen. Berühmte Sehenswürdigkeiten dieser viertgrößten bayerischen Stadt sind die Steinerne Brücke und der imposante Dom St. Peter. Regensburg hat ein reiches Kulturleben mit zahlreichen musikalischen Veranstaltungen, die besonderen Wert auf die Pflege historischer Aufführungspraxis legen und daher jährlich die Tage Alter Musik austrägt. Aber auch moderne Richtungen werden durch Veranstaltungen wie das Bayerische Jazzweekend gefördert. Einst war „Castra Regina“ auch ein Legions-Lager der römischen Herrscher in Bayern, von denen auch das Stadttor Porta Praetoria sowie Überreiste des Kastellwalls zeugen. In der Nähe von Regensburg lohnt sich auch ein Besuch der Walhalla - sein architektonisches Erscheinungsbild wirkt wie ein exponiert in die Landschaft gesetzter griechischer Tempel. Dieses Bauwerk wurde vom Bayernkönig und Philhellenen Ludwig I. in Auftrag gegeben und ehrt seither als Ruhmestempels mit marmornen Gedenkstatuen bekannte Persönlichkeiten.
Weiter in Richtung Osten, immer der Donau folgend nach Niederbayern, so gelangt man in die "Dreiflüssestadt" Passau nahe der österreichischen Grenze mit ihren Uferpromenaden an Inn, Ilz und Donau. Im niederbayerischen Nördlingen treffen wir sodann wieder auf die Romantische Straße. Die Stadt ist wahrscheinlich vor allem im Zusammenhang mit dem Nördlinger Ries bekannt, einem ausgedehnten Kratereinschlagsgebiet, das an die Fränkische Alb einerseits und die Schwäbische Alb andererseits angrenzt. Heute ist die Gegend ein beliebtes Naherholungsgebiet und zieht mit seinem Rieskrater-Museum viele Touristen an.
Im Verlauf durchquert die Romantische Straße schließlich Augsburg und endet in Füssen im grünen Allgäu. Die schwäbische Stadt am Forggensee liegt direkt am Rande der Alpen und bietet somit eine beeindruckende Kulisse. Sowohl wassersportliche Aktivitäten, als auch Wandertouren, Bergsteigen oder Radtouren durchs Allgäu bieten sich hervorragend für einen Sommerurlaub an. Vom Ufer des Füssener Musiktheaters aus betrachtet beeindruckt der Fernblick auf das berühmte, auf dem Felsen thronende Märchenschloss Neuschwanstein. Der Bauherr, König Ludwig der Zweite starb jedoch unmittelbar nach der Fertigstellung dieses komplexen Bauvorhabens und lebte selbst nur wenige Monate dort. Heute ist das sagenumwobene Schloss Anziehungspunkt für über eine Million Touristen jährlich und stellt als Sinnbild für die typisch deutsche Mittelalter-Burgenkultur einen der wichtigsten Schauplätze für Deutschland-Besucher aus aller Welt dar. Auf den Spuren der Römer kann der Allgäu-Besucher auf der Via Claudia Augusta wandeln, die von Augsburg nach Füssen führt und an deren Wegesrand schon das ein oder andere Überbleibsel der römischen Kultur zu sehen ist. Gegen Ende des Sommers kann man die lebendige Tradition der Voralpenregion miterleben, wenn die Kühe beim Allgäuer Viehscheid von der Alm in ihrem festlichen Schmuck zur Überwinterung ins Tal zurückgebracht werden. Doch nicht nur für den Sommerurlaub ist das Allgäu ein beliebtes Reiseziel – ebenso lassen sich entspannte Spaziergänge und Wanderungen durch den verschneiten Winterwald unternehmen. Langlaufen und Skifahren, Sauna oder Wellnessbäder sind ebenfalls beliebte Aktivitäten während eines Winterurlaubs in Bayern. Fährt man von Füssen aus weiter in Richtung Osten, so gelangt man zur südlichsten Deutschen Stadt, Sonthofen. Kulinarisches der Region sollte man sich bei einem Aufenthalt im Allgäu natürlich nicht entgehen lassen; hierzu zählen traditionelle Erzeugnisse der Region wie Milch- und Mehlspeisen wie Käsespezialitäten, Krautspätzle, Schleifernudla oder diverse Teigsüßspeisen wie „Nonnafürzle“ und „Versoffene Jungfern“. Auf den Wanderungen durchs Allgäu wird man den zahlreichen barocken Kirchen und Kapellen und Klosteranlagen begegnen, die dem Landschaftsbild der Gegend einen so typischen Charakter verleihen.
Mit einem kleinen Uferlandstrich grenzt der Regierungsbezirk Schwaben, in dem das Allgäu liegt, auch an den Bodensee mit seinem milden, nahezu mediterranen Klima. Die Voralpenregion ist stark vom warmen Fallwind, dem Föhn, geprägt. Dieser sorgt für ganzjährig milde Temperaturen, aber auch plötzliche, starke Windböen, was den Bodensee zu einem besonders anspruchsvollen Gebiet für Wassersportfreunde macht. Surfen, Segeln, Tauchen, Schwimmen oder Bootstouren sind beliebte Sportaktivitäten dieses wasserreichen Binnengewässers. Die bayerische Uferstadt Lindau stellt zugleich eine Station auf den Strecken des Bodensee-Rundwanderweges sowie auf dem Bodensee-Radweg dar. Außerdem nehmen hier auch weitere beliebte Ferienstraßen ihren Ausgang – u.a. die Deutsche Alpenstraße, welche quer am Alpenrand entlang über Oberstaufen, Immenstadt, wiederum an Füssen und Schwangau vorbei, von Oberammergau durchs Loisach-Tal nach Garmisch-Partenkirchen führt – wobei letztere Stadt bekannt ist als Heil- und Kurort aufgrund seiner hervorragenden, gesundheitsförderlichen Klimabedingungen, aber auch als Austragungsort für Olympische Winterspiele und Wintersport-Weltmeisterschaften. Landschaftlich haben sowohl die Stadt Garmisch-Partenkirchen, als auch das Umland einige Highlights zu bieten: Den mit 2962 Metern höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze im Wettersteingebirge. Ein weiteres felsiges Ausflugsziel und Naturspektakel in der Umgebung ist die mystisch anmutende Partnachklamm, die man bei einer Felsschlucht-Wanderung sowohl im Sommer als auch im Winter erkunden kann. Folgt man der Deutschen Alpenstraße weiter in Richtung Osten, so gelangt man an malerischen Seen vorbei durch zahlreiche schöne Ortschaften entlang des Alpenrandes bis in die südöstlichste Ecke Deutschlands, Berchtesgaden mit seiner lebendigen Kultur, die im eigenartigen Dialekt, den Trachten und Tänzen wie dem Schuhplattler sichtbar ist. Zu den Naturschönheiten des Berchtesgadener Landes gehört der wie ein Fjord eingebettete Königssee am Fuß des Watzmanns. Eine Bootsfahrt in das idyllische St. Bartholomä mit seiner rotkuppeligen Kapelle bietet eindrucksvolle Foto-Kulissen. Wer sich für die Geschichte des Berchtesgadener Landes interessiert, der kann auch dem Salzbergwerk einen Erkundungsbesuch abstatten. Das hier abgebaute Salz wird nach Bad Reichenhall gepumpt und dort zu dem berühmten Gewürz aufbereitet.
Zum Abschluss unserer Bayern-Tournee begeben wir uns schließlich in die Hauptstadt des Landes unter blau-weißer Flagge. München allein schon ist eine eigenständige Städtereise wert, angesichts seiner nahezu unüberschaubaren kulturellen Angebote und Sehenswürdigkeiten wie dem Olympiapark, der Frauenkirche, de Hofbräuhaus, dem Odeonsplatz, der Münchener Residenz, der Allianz-Arena und seiner Vielzahl an Schlössern und Museen. Prachtvolle Häuserfassaden entlang der Flaniermeilen, ausgedehnte Gärten und Parks wie der Hofgarten, schnuckelige Eiscafés, noble Restaurants, schicke Bars und gemütliche Biergärten. Auf dem Oktoberfest, dem weltgrößten Volksfest präsentieren sich Bayern - wie Nichtbayern - in Trachten gekleidet, während in den Festzelten Bier in Strömen fließt und Brezn, Weisswürst, Leberkässemmeln, Ausgezogene und Lebkuchenherzen als Unterfütterung verkauft werden.

Ein Urlaub in Bayern lässt sich so vielgestaltig planen, wie die Region selbst ist: Egal, zu welcher Jahreszeit man nach Bayern reist und für welche Vorstellungen man mitbringt - Bayern hat für jeden Geschmack etwas zu bieten.